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Das Trio Vivente
begeistert im Rosenheimer Hans-Schuster-Haus das Publikum mit lebendigem
Spiel
...Selten hört man ein Trio so unbeschwert-perfekt, so selbstverständlich
virtuos, so sorgfältig aufeinander abgestimmt spielen...
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den nobel-dezenten
Celloton von Kristin von der Goltz, der nie zu nachdrücklich
wirkt, das unprätentiöse, aber hochvirtuose Spiel der Pianistin
Jutta Ernst und der klare, saubere Ton der Violinistin
Anne Katharina Schreiber...Das Vibrato wird sparsam
und nur funktionell eingesetzt, starke Akzente werden gesetzt, der
punktierthüpfende Rhythmus des Finalsatzes wird deutlich herausgearbeitet:
ein bedeutsamer Haydn.
Am bedeutsamsten aber war das Trio Nr. 2 von Dimitri Schostakowitsch,
ein tragisch getöntes Werk von lyrischer Tiefe, ein Klang wie
von Engelszungen, gemischt mit Höllentanz... Das Trio Vivente
erfüllte
alles mit großartiger, kraftvoll-leidenschaftlicher Intensität...
Das
abschließende Trio Opus 49 von Felix Mendelssohn-Bartholdy
war romantische Musik, wie man sie sich wünscht: Große
Gefühle werden klar artikuliert, werden in deutlich herausgearbeitete,
rhythmisch straffe Phrasen gebündelt. Die überquellende
Melodik wird in schwingendem Grundduktus dargestellt.
Der Rhythmus bekommt den richtigen Stellenwert, so
auch im „Sommernachtstraum"-artigen,
luftigen Scherzo. Quicklebendige romantische Melodik
ohne bloße
Gefühligkeit, intelligente Romantik ohne bloß klebrige
Melodieseligkeit, ein unablässiger energischer Kraftstrom...
Oberbayerisches Volksblatt, 03.03.2001
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