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Fast sein ganzes musikalisches Leben liegt zwischen Schuberts Trio-Fragment D 28 und dem viersätzigen, in der selben Tonart verfassten Meisterwerk D 898. Da ließe sich wunderbar über biographische Verwerfungen spekulieren - nur würde dann der Platz fehlen, den die ausführliche Würdigung der meisterlich organischen Interpretation durch das Trio Vivente verdient. Die Violinistin Anne Katharina Schreiber und die Cellistin Kristin von der Goltz beschäftigen sich quasi hauptamtlich mit Alter Musik und sind Mitglieder des Freiburger Barockorchesters. Auf der vorliegenden Aufnahme spielen sie moderne Instrumente, doch die agile Bogentechnik und die unbeschwerte agogische Freiheit, mit der sie sich feine Tempoverschleifungen erlauben und Vibrato nur als Stilmittel einsetzen, verdanken sie ihrer barocken Herkunft. Auch die Pianistin Jutta Ernst entsagt jeglicher süffiger Schubert-Romantik und entlockt ihrem Flügel einen trocken perlenden Ton, der sich perfekt mit dem der Streicherinnen verbindet.
mv - image hifi 3/2005

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