Aktuelles

Neue CD mit dem Trio Vivente:

Emilie Mayer, Ausnahmekomponistin der deutschen Romantik

(CD-Tipp von SR2)

Am 27. März 2017 veröffentlichte das exklusive Klassiklabel cpo die neueste CD des Trio Vivente. Zu den Spezialitäten des Labels gehören Aufnahmen selten gehörter Werke. Da passen die Klaviertrios der lange vergessenen romantischen Komponistin Emilie Mayer (1812-1883) aus Mecklenburg genau dazu.
Möge die CD zur Wiederentdeckung dieser besonderen Künstlerin beitragen!

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„Die Welt hat sich auf den Kopf gestellt! Unsere Componistenjünglinge ergehen sich in lyrischen Ergüssen, singen von Lenz und Liebe, während die Frauen sich sechzehnteiliges Partiturpapier zurechtlegen und darauf ihre musikalischen Betrachtungen über gewaltige und erhabene Gegenstände anstellen. Eine von diesen recht resoluten und unternehmenden Damen ist Emilie Mayer“
„Musikalisches Wochenblatt“ , 18. August 1881.

Eine Ausnahmekomponistin

Keine Komponistin ihrer Zeit hinterließ ein so umfangreiches Œuvre in den verschiedensten musikalischen Gattungen wie Emilie Mayer, 1812 im mecklenburgischen Friedland geboren. Unter dem Einfluss der Studien bei Carl Loewe setzt sie sich vor allem mit den Werken Haydns, Mozarts und Beethovens auseinander und entwickelt ihren Kompositionsstil, der sich ganz bewusst an den herausgehobenen klassischen Vorbildern orientiert. 1850 veranstaltet sie ihr erstes Konzert im Schauspielhaus Berlin mit ausschließlich eigenen Kompositionen. Ihr gelingt, was für die meisten musikschaffenden Frauen ihrer Generation ein bloßer Wunschtraum bleibt: Von den Kritikern hochgelobt, etabliert sie sich erfolgreich als Komponistin. Die Klavierkammermusik nimmt in Emilie Mayers Œuvre den breitesten Raum ein. In ihrem Klaviertrio op. 16 durchzieht das Hauptmotiv des ersten Themas als einzige thematische Figur die gesamte Durchführung, während sich die Komponistin im früheren op. 13 noch stärker an die klassischen Gepflogenheiten der Themenbehandlung gehalten hat. Die größere formale Freiheit eines Notturnos gibt ihr die Möglichkeit, sich bei ihrer letzten Komposition op. 48 weit von der klassischen Formensprache zu entfernen. In loser, geradezu assoziativer Reihung entwickelt sie aus dem zu Anfang choralartig vorgetragenen Grundthema eine ruhig dahinfließende Erzählung, die in immer neuen Betrachtungswinkeln das Thema aufgreift und es in stark expressiver Weise weiterverarbeitet.

https://www.jpc.de/jpcng/cpo

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A Tribute to William Pleeth

Die Cello Society London feierte am 20. November 2016 den 100. Geburtstag von Meistercellist William Pleeth und unsere Kollegin war dabei.

Kristin von der Goltz war eingeladen, beim Gedenkkonzert zu Ehren ihres Lehrers mit anderen ehemaligen Schülern zu spielen. Eine große Ehre!

www.londoncellos.org/events/tribute-william-pleeth/

Meisterkurs Montepulciano

4. bis 11. September 2016
Internationaler Meisterkurs Kammermusik Montepulciano

Europäische Akademie für Musik und Darstellende Kunst Montepulciano, Palazzo Ricci
mit Ariadne Daskalakis und dem Trio Vivente

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Von 4. bis 11. September hatten wir die Gelegenheit, unsere jahrzehntelangen Erfahrungen als Kammermusiker an junge Musiker weiterzugeben.
Ariadne Daskalakis, Violinprofessorin der Hochschule für Musik und Tanz Köln und seit 2015 künstlerische Leiterin der Europäischen Akademie für Musik und Darstellende Kunst Montepulciano, hatte unser Ensemble eingeladen, mit ihr zusammen einen Meisterkurs in Kammermusik zu leiten.

16 Teilnehmer waren gekommen, Studentinnen und Studenten aus aller Welt, mit denen wir
in für den Kurs zusammengestellten Ensembles gemeinsam Stücke erarbeiteten.
Die Begeisterung und Neugierde der jungen Musiker und das hohe Niveau ihrer Leistung war sehr beeindruckend und alle,
sowohl die Teilnehmer als auch wir Dozentinnen, sind mit vielen neuen Erfahrungen nach Hause gefahren.

www.palazzoricci.com

www.ariadne-daskalakis.com

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